Gegen neue alte Ängste

4. Werkstatt Campusjournalismus von DJV Sachsen und FES Dresden   

Auch die vierte Version hat eine neue Facette – allerdings ohne die Erfahrungswerte der vergangenen drei Jahre zu verdrängen. Im Gegenteil: Die 4. Werkstatt Campusjournalismus, eine Initiative des DJV Sachsen in Kooperation mit dem Dresdner Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), anknüpfen und darauf aufbauen. Denn was im Februar 2010 noch misslang – die direkte Kooperation mit der Univerzita Jana Evangelisty Purkyně (UJEP) in Ústí nad Labem – soll diesmal klappen. (Rückblick Campusjournalismus 2010)

Der Grund dafür heißt Katerina Matasova und schreibt derzeit an der Dresdner TU ihre Doktorarbeit. Sie hat die Lunte der Idee elbaufwärts gelegt und mit Dr. Jan Kvapil vom Lehrstuhl für Germanistik der UJEP einen Partner gefunden, der einerseits als Multiplikator, Referent und Dolmetscher zur Verfügung steht, andererseits helfen wird, gemeinsam mit ihr auch interessierte tschechische Studenten mit journalistischen Ambitionen von der Teilnahme zu begeistern. Dies bietet die Chance, den Werkstattcharakter auszuformen und en passant den Ausbau der deutsch-tschechischen Kontakte unter Journalisten, Verbänden und Jugendmedien auszubauen – natürlich mit der innewohnenden Intention, die konkrete europäische Zukunft progressiv zu betrachten. Und wie sollte die ehemalige EU-Außen- und derzeitige Eurogrenze besser zu überwinden sein, als mit leibhaftigen Reportagen, entstanden in lebhafter Korrespondenz? Daher soll der handwerkliche Schwerpunkt vom 20. bis 22. Oktober 2011 auf der vermeintlich journalistischen Königsdisziplin, der Reportage liegen. Und dies ausdrücklich auch deshalb, weil sie in allen Medienformen, also auch in Rundfunk oder Netz funktioniert.

Der thematische Schwerpunkt ergibt sich ebenso wie von selbst, weil aus aktuellem politischen Anlass: „Öffnung des Arbeitsmarktes: Chance oder Risiko?“ wird vor dem Hintergrund der Arbeitsmarktöffnung im Mai und des Fachkräftemangels in Sachsen das Thema sein. Denn mit einer Invasion von Arbeitskräften ist durch die Liberalisierung bei weitem nicht zu rechnen. Passend dazu sagte Steffen Neumann, Korrespondent der Sächsischen Zeitung für Nordböhmen, als Referent zu. Er hat sowohl den distanzierten Beobachterblick als auch die Sachkenntnis zum Thema.

Außerdem ist – wie bei der zweiten Ausgabe im August 2009 – die Brücke-Most-Stiftung am Blauen Wunder als Seminar- und Übernachtungsort mit im Boot. Geplant ist der „Kick off“ am Donnerstagnachmittag (20.10.2011) per Empfang in Dresden, am Freitag folgt eine Tagesfahrt nach Ústí nad Labem samt Recherche, Pressegespräch und/oder Vorträge, während am Samstag die Werkstatt mit Gestaltung der Beiträge unter Anleitung und mit erster Zwischenbilanz Thema sein soll. Eine weitere Möglichkeit der Ausgestaltung der Beiträge, die Veröffentlichung in Uni-Zeitungen, -Radios oder -TV sind denkbare Optionen. Alles weitere ergibt sich sukzessive und wird im Netz und im nächsten DJV-Kurier präzisiert.

Andreas Herrmann 

Die nackten Eckfakten: 

Termin: 20. bis 22. Oktober 2011
Ort: Dresden-Blasewitz – Brücke-Most-Stiftung
Unkostenbeitrag: 20 Euro (ohne Übernachtung), 60 Euro mit 2x Übernachtung plus Frühstück (FREI für Studenten als Mitglied des DJV Sachsen)

Über djvintern
Der DJV Sachsen wurde 1990 gegründet und ist als Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband die Interessenvertretung der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen.

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