Auf nach Kassel zum Bundesverbandstag 2012

kassel sw [hprfoto]Der Verbandstag des Deutschen Journalisten-Verbandes findet in diesem Jahr vom 5. bis 7. November 2012 in Kassel statt. Die Landesverbände sind mit Delegierten vertreten, der DJV Sachsen in diesem Jahr mit 10 Mitgliedern plus Landesvorsitzender und dem „stimmlosen“ Geschäftsführer. Gewählt wurden die sächsischen Vertreter zur Zwickauer Mitgliederversammlung. Zum Zweck der Delegiertenermittlung werden vom Bundesverband die Mitgliederzahlen der Landesverbände des DJV alljährlich zum 30.6. festgestellt. Der DJV Sachsen hat gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung der Mitgliederzahl zu verzeichnen, dennoch stellen wir in diesem Jahr einen Delegierten mehr.

Nach Kassel fahren: Ine Dippmann, Dr. Jürgen Schlimper, Sabine Bachert Mertz von Quirnheim, Gisela Bauer, Regina Raedler, Helga Röstel, Reiner Thümmler, Tilo Berger, Alexander Grunow, Axel Arlt, Andreas Herrmann.
Ersatzdelegierte sind Klaus Wilk, Dr. Peter Lalla und Michael Hiller

Im Gepäck haben die sächsischen Delegierten zwei Resolutionen, die vom Bundesverbandstag verabschiedet werden sollen.

1. Resolution  – Entwurf

Leistungsfähige Journalistenausbildung in Leipzig erhalten

Antragsteller: DJV-Landesverband Sachsen

Der DJV-Bundesverbandstag möge beschließen:

Der DJV-Bundesverbandstagfordert die Leitung der Universität Leipzig, den Fakultätsrat der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie sowie den Institutsrat des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaften auf, keinerlei Abstriche bei Ausbildung und personeller Ausstattung der praxisorientierten universitären Journalistenausbildung zuzulassen.

Deutschlands traditionsreichste Journalistenausbildung darf gerade in Zeiten des Umbruchs bei den öffentlichen Medien und des Wandels bei den Kommunikationsberufen nicht ausgeblutet, sondern muss gestärkt werden. Die Universität Leipzig bekennt sich ansonsten öffentlich dazu, ihr Profil zu schärfen. Warum das ausgerechnet auf Kosten einer Ausbildungsrichtung geschehen soll,  die in der Praxis hohe Anerkennung genießt und in der deutschen Hochschullandschaft eine Ausnahmestellung inne hat, ist für die Delegierten des DJV-Bundesverbandstages nicht nachvollziehbar. 

Der DJV-Bundesverbandstagdrückt zugleich sein Unverständnis aus, dass die Uni-Leitung bislang auf ein Gesprächsangebot des Berufsverbandes nicht einmal reagiert hat. 

2. Resolution – Entwurf

DJV-Bundesverbandstag bekräftigt seine Solidarität mit den Kollegen Thomas Datt und Arndt Ginzel

Antragsteller: DJV-Landesverband Sachsen

Der DJV-Bundesverbandstag möge beschließen:

Im Spätherbst dieses Jahres beginnt vor dem Dresdner Landgericht die bislang auf fünf Tage angesetzte Berufungsverhandlung im „Dresdner Journalistenprozess“ gegen die freien Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel. Ihnen wird vorgeworfen, in Veröffentlichungen im „Spiegel“ und bei „Zeit-Online“ leitende sächsische Juristen und Untersuchungsbeamte im Zusammenhang mit dem sogenannten „Sachsensumpf“ beleidigt zu haben.

In erster Instanz waren Datt und Ginzel wegen einer von ihnen aufgeworfenen offenen, nicht suggestiv gestellten Frage zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Bei der ebenfalls zur Anklage gebrachten zweiten Frage hatte sich im Verlauf der Verhandlungen nachweisen lassen, dass bei der polizeilichen Untersuchung tatsächlich, bis dahin nicht erwiesene Unregelmäßigkeiten aufgetreten waren. Datt und Ginzel gingen gegen die Verurteilung in Berufung. Auch die Dresdner Staatsanwaltschaft akzeptierte das Urteil nicht. 

Die Delegierten des Bundesverbandstags bekunden erneut ihren Kollegen Thomas Datt und Arndt Ginzel uneingeschränkte Solidarität. Der Verbandstag erwartet, dass auch in Sachsen kritische Fragen gestellt werden dürfen. Der Untersuchungsausschuss des Landtags in Sachen „Sachsensumpf“ wird nochmals aufgefordert, dem Vorgehen sächsischer Justizbeamter beim „Dresdner Journalistenprozesses“ gebührende Aufmerksamkeit zu widmen und dabei auch den Hinweisen zahlreicher Medien, wonach sich auch Regierungsstellen in das Verfahren eingemischt haben sollen, nachzugehen.

Über djvintern
Der DJV Sachsen wurde 1990 gegründet und ist als Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband die Interessenvertretung der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen.

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