Aus Sachsen für Weimar 2014

djvfahne swAm 3. Und 4. November findet in Weimar der diesjährige Bundesverbandstag statt. Der DJV Sachsen fährt mit zwei Anträgen und einer Resolution in die Klassikerstadt. Vertreten ist der Landesverband mit elf Delegierten.

Die Anträge beschäftigen sich mit Anliegen der Freien, die Resolution mit der Krisenberichterstattung.

So wird beantragt, dass sich der Bundesvorstand für eine attraktive Altersvorsorgemöglichkeit über das Presseversorgungswerk einsetzt. Die gegebenenfalls über einen Gruppenversicherungsvertrag zu regelnde Versicherungslösung sollte nach Vorstellung des DJV Sachsen zu den Alterstarifverträgen der Redakteure im Printbereich in jeder Richtung kompatibel sein, einen unkomplizierten Zugang, kleine regelmäßige Prämien sowie differenzierte jährliche Einmalzahlungen ermöglichen. Dauerauftraggeber von Freien Journalist(inn)en sollten die Möglichkeit haben, direkt Einzahlungen vorzunehmen.

Der zweite Antrag zielt auf eine bessere Absicherung für Freie im Falle der Arbeitslosigkeit.

Der Bundesvorstand soll beauftragt werden, sich in Gesprächen mit der Bundesregierung und Abgeordneten des Bundestags für eine freiwillige Arbeitslosenversicherung einzusetzen. Diese sollte allen Selbstständigen offen stehen. Anliegen des Antrages ist es, den beschränkten Zugang zu einer entsprechenden Versicherung, die seit 2006 prinzipiell besteht, wieder zu lockern.

In der Antragsbegründung weist der DJV Sachsen darauf hin, dass insbesondere jene Selbstständigen, die niemals oder schon seit längerer Zeit nicht mehr Pflichtversicherte bei der Arbeitslosenversicherung waren, gegenwärtig keine Chance auf einen Beitritt zu einer Arbeitslosenversicherung haben.

Die Resolution widmet sich dem Thema journalistischen Sorgfalt insbesondere bei der Berichterstattung über Krisen im Ausland.

Der DJV Sachsen greift die Berichterstattung über die Ukraine-Krise auf. In vielen Medien sei diese hierzulande durch eine von vermeintlich „westeuropäischen Interessen“ geprägte Sicht auf den Krisenherd sowie durch Voreingenommenheit gegenüber Russland geprägt. Nicht selten tauchten Klischees und Formulierungen auf, die aus der Zeit des Kalten Krieges stammten und mitunter Züge der „Russophobie“ annahmen. Oft blieb die hiesige Berichterstattung oberflächlich und ergriff einseitig Partei, ohne nach den Ursachen der komplizierten Konflikte in der Ukraine und auch in Russland zu fragen. Gleiches gilt für den „arabischen Frühling“ und die daraus entstandenen Konflikte. Nicht hinnehmbar in der Ukraine-Berichterstattung ist zudem, dass die im Konflikt agierenden Rechtsextremisten nicht eindeutig benannt werden und deren Verankerung in höchsten Regierungsämtern – bislang einmalig in Europa – bis heute kaum thematisiert wird.

Mit der Resolution soll der Bundesverbandstag alle Journalistinnen und Journalisten in Deutschland aufrufen, auch bei der Berichterstattung über Krisen im Ausland vorurteilsfrei, hintergründig und umfassend zu recherchieren, eindeutig die Quellen und die Validität dieser Quellen zu benennen sowie bei der Berichterstattung eine angemessene journalistische Distanz auch gegenüber den deutschen Regierungsbehörden zu wahren. Bei der Anwendung von Gewalt und der Verletzung von Völkerrecht müssten bei der Einordnung gleiche Maßstäbe gelten.

Die sächsischen Anträge an den Bundesverbandstag im Netz unter: http://wp.me/pN8eU-Si

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Über djvintern
Der DJV Sachsen wurde 1990 gegründet und ist als Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband die Interessenvertretung der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen.

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