Bissl Kunst und Sport und etwas Szene

scholz swDen Foto-Hauptpreis gab’s diesmal vor dem Bierzelt

“Sachsen genießen” ist das Thema des diesjährigen Fotowettberwerbes. Am 6. September 2014 wurden in Zwickau die Preisträger bekanntgegeben. DJV Sachsen und Mauritius-Brauerei Zwickau hatten zum zweiten Mal diesen Fotowettbewerb veranstaltet, der sich vor allem an hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten in Sachsen richtet. Von den insgesamt rund 40 eingereichten Arbeiten wurden von der Jury unter Vorsitz von Prof. Tamara Huhle (Hochschule Mittweida) die drei Preisträger ermittelt. Die ausgewählten Fotos widerspiegeln im weitesten Sinne das von den Veranstaltern vorgegebene Thema.
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Zahlensalat: Die glücklichen Nichtwähler

zahlen swWerner Patzelt ist Professor. Für Politik. In Dresden. Da war er nach der Landtagswahl natürlich ein gefragter Interview-Partner. Und prompt wollten die Kollegen von ihm wissen, warum um alles in der Welt über die Hälfte aller Sachsen nicht zur Wahl ging. Antwort des Politologen: Abgesehen davon, dass es nichts zu entscheiden gegeben habe, hänge die niedrige Wahlbeteiligung „damit zusammen, dass es den Sachsen zu gut geht“.

In Zeiten allgemeiner Alternativlosigkeit mögen die Unterschiede der Parteien tatsächlich nicht allzu groß sein. Aber beim Argument, es gehe dem Wahlvolk zu gut, machen wir uns doch den Spaß und stellen ausgewählte Wirtschaftsdaten aus Sachsen, Baden Württemberg und sagen wir Rumänien nebeneinander:

 

Sachsen Rumänien Baden-Württemberg
Arbeitslosenquote 8,5 %1 7,0 %2 4,1 %1
Exportquote 39,1 %3 34,2 %4 52,0 %3
Armutsgefährdung 19,4 %5 22,6 %6 11,0 %5
Anteil Produktion/ Industrie am BIP 23,5 %7 26,3 %8 30,19

 

Vielleicht geht es nur mir so, aber die sächsischen Daten erinnern mich eher an Rumänien, als an das Ländle unserer Brüder und Schwestern im Südwesten Deutschlands.

Nun wissen wir alle (besonders diejenigen, die mal in Stuttgart waren), dass Geld allein nicht glücklich macht. Und Arbeit, insbesondere in Industriebetrieben, ist auch keine Garantie für Glückseligkeit. Außerdem sind diese Zahlen selbstverständlich völlig willkürlich und manipulativ ausgewählt. Ist ja ´ne Kolumne hier und keine Doktorarbeit.

Dennoch soll eine weitere Parallele nicht verschwiegen werden: die Wahlbeteiligung bei letzten Landtagswahl in Baden Württemberg lag bei 66,3 %. Das aktuelle Parlament in Rumänien haben etwa 42 Prozent der Wahlberechtigten bestimmt. Denen geht es offenbar auch zu gut …

Uwe Schimunek

Medientreffs: Stillstand und Routine

stillstandLeipziger Medientreffpunkt und Deutsch-polnische Medientage verharren im eigenen Saft 

Der Medientreffpunkt Mitteldeutschland, der sich in seiner 16. Auflage vor allem Veränderungen am Rundfunkmarkt widmete, stand 2014 per Leithema unter dem eigenwilligen Stern der „Resonanz“. Rund 500 Leute respektive knapp 200 Referenten tagten drei Tage in der „Media City“ in Leipzig, die nun dank (Media-)City-Tunnel sogar über eine eigene halboffene U-Bahn-Station namens „Leipzig-MDR“ verfügt und dadurch bequem in einer Viertelstunde vom Hauptbahnhof erreichbar ist, fragten sich: „Was ist wichtig?“ Mehr von diesem Beitrag lesen

Kurier 81 (02/2014). Die Vorschau.

titel-81-kOrganisation ist alles: MV und BVT 2014
Madsack 2018: 90 statt 131
Angespült: Östliches Gedankengut
Ausgewertet: 2. Sächsischer Fotopreis
Stilvoller Rat: Nutzwerk auf Nützlichkeit prüfen!
Umschau: EJF im Interview
Erinnerung: Legende Scholl-Latour
Analog digital: Rascheln und Rauschen   …und mehr!

Der DJV-Kurier 81 erscheint im September 2014.
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Kurier 80 (01/2014). Die Übersicht.

Titel 80 kMitgliederversammlung am 12. April 2014 in Riesa
Freienumfrage bundesweit und im Freistaat
Deutsch-Polnischer Journalistenpreis
Perfekt Englisch sprechen – DJV-Seminar Ende März in Leipzig
Der journalistische Lessingpreis
DJV-Europatag in Brüssel
SLM muss Kontrollfunktion wahrnehmen
Es geht um Kultur – Zeitunglesen in Leipzig
…und mehr!
Der DJV-Kurier 80 erscheint im März 2014.

(Druckausgabe bestellen?)

Es geht um Kultur (2)

03-ine-dippmann-k-sw-am-karoLiebe Kolleginnen und Kollegen,

ja, was wir mit unserer Arbeit produzieren, ist Bestandteil der Kultur dieses Landes. Was wir recherchieren, schreiben und produzieren provoziert im besten Fall Nachdenken und Debatten, trägt dazu bei, dass Leser, Hörer und Zuschauer sich ihre Meinung bilden können.

Wie gut sie das können, hängt auch von der Qualität unserer Arbeit ab. Und was wir leisten können, wird mitbestimmt von den Umständen, unter denen wir arbeiten. Werden wir nur noch als Füller von Seiten und Sendeplätzen betrachtet oder können wir mit Zeit und Selbstbewusstsein unsere Geschichten erzählen?
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Es geht um Kultur (1)

kulturzeitung swVon Ulrich Werner Schulze 

El Pais, Le Monde, The Guradian, die NZZ, das Handelsblatt, die Süddeutsche, die FAZ,  taz, LVZ, Welt, Zeit; sonntags die FAS und Wams; der Spiegel, Focus, Bunte und einige people Zeitschriften – wie umgekippte Dominosteine fächern sich die Blätter am Tresen des Café Telegraph in der Leipziger Innenstadt. Und provozieren eines Tages die Frage: Rechnet sich das eigentlich?  „Es geht um Kultur“, sagt Igor.

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Umfragen unter Freien Journalisten

djvfahne swWas tut der DJV für die Freien Journalistinnen und Journalisten? Diese Frage ist immer wieder zuhören. ”Viel.”, könnte die knappe Antwort sein. Denn es gibt neben umfangreichem Informationsmaterial zahlreiche Seminare und Webinare speziell für Freie und den Einstieg in die Freiberuflichkeit. Und auch die DJV-Rechtsberatung und der Rechtschutz ist eine Leistung, von der gerade Freie besonders profitieren. Um die Situation möglichst gut einschätzen zu können, ist aber vor allem Wissen über die konkrete Situation der Freien wichtig. Unter welchen Bedingungen arbeitet diese immer größer werdende DJV-Mitgliedergruppe und welche Einnahmen können die Freien erzielen? Da Freie in der Regel Einzelkämpfer sind, ist die Umfrage neben persönlichen Gesprächen die wichtigste Form der Informationsgewinnung. Regelmäßig finden daher Befragungen statt. Nachdem der DJV Sachsen im vergangenen Jahr eine Umfrage unter den sächsischen Mitgliedern durchgeführt hat, gibt es nun eine bundesweite Aktion. Die ersten Teilnehmer wurden im Januar bereits registriert. Die Umfrage läuft noch bis Mitte März im Web unter diesem Link. Der Landesverband ruft seine rund 700 Freien auf, sich an der Umfrage des Bundes rege zu beteiligen.
Die Ergebnisse der sächsischen Umfrage aus dem Jahr 2013 finden Sie hier.

Journalistischer Lessingpreis geht nach Leipzig

lessing swLeonhard Hugger aus der Klasse 10 des Anton-Philipp-Reclam-Gymnaisums Leipzig ist Preisträger des journalistischen Sonderthemas beim Lessing-Schüler-Schreibwettbewerb 2013/2014. Mit seinem Beitrag unter dem Titel „Die Politikverdrossenheit der Jugend – purer Egoismus oder Spätfolge des Kapitalismus“ konnte er die Fachjury unter insgesamt fünf Einsendungen am meisten überzeugen.

Als engagierter junger Mensch auf dem Weg zum Abitur, dem so einiges in seiner Umgebung missfällt, verblüfft der Preisträger in seinem Text immer wieder mit klaren, entschiedenen Aussagen, heißt es in der Laudatio des DJV Sachsen. Ob sogenannte Ablenkungen wie Smartphone, Partys oder Schulstress oder eine kaum noch überschaubare Medienvielfalt, alle diese Erscheinungen der heutigen Gesellschaft wirken für einen jungen Menschen keineswegs erleichternd bei der politischen Meinungsbildung. Und so stellt sich die Frage, ob Jugendlichen in der Gegenwart nicht die griffigen Zukunftsideale fehlen und es deshalb nicht um Politikverdrossenheit, sondern eher um Politikaussichtslosigkeit geht. Mehr von diesem Beitrag lesen

newsticker: Sachsen medial

sachsenst sw c3a4dteNeuer Geschäftsführer bei derutec

Enno Santjer  hat die Geschäftsführung des Sendernetzbetreibers derutec, Deutsche Rundfunktechnik GmbH & Co. KG, sowie die Leitung des Gesamtbereichs IT und Technik im Netzwerk des deutschen Radiounternehmens Regiocast übernommen. Der 48-jährige ist seit Jahren im Radio und im radionahen IT-Umfeld als selbstständiger Unternehmer aktiv. Regiocast betreibt unter anderem die landesweiten Privatradios RADIO PSR, R.SA und R.SH.

Kinder-Online- und Kinderhörspielpreis vergeben

Der MDR-Rundfunkrat hat die Gewinner des diesjährigen Kinder-Online- und Kinderhörspielpreises des MDR-Rundfunkrates bekanntgegeben. Der 1. Platz bei den Hörpielen geht an Jörgpeter von Clarenau für seine Hörspielbearbeitung von „Hilfe, die Herdmanns kommen“. In der Online-Kategorie würdigt die Jury das einzigartige Angebot des speziell für Kinder entwickelten Online-Programms „Tippen lernen mit Calli Clever“ mit dem 1. Platz. Beide Preise werden bei der Leipziger Buchmesse verliehen.

grand budapestSilberner Bär für „Grand Budapest Hotel”

Der hauptsächlich in Görlitz und anderen Teilen Sachsens gedrehte Film „Grand Budapest Hotel” hat bei der Berlinale den Silbernen Bären gewonnen. Der Film von US-Regisseur Wes Anderson erzählt die Geschichte von Gustave H., dem legendären Concierge eines europäischen Hotels zwischen den beiden Weltkriegen. Für die internationale Koproduktion versammelt Anderson eine hochkarätige Starbesetzung (Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Willem Dafoe u.v.m.). „Grand Budapest Hotel” wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung unterstützt und kommt am 6. März in die deutschen Kinos.

Anzeigenblätter erscheinen seltener

Weiterer Abwärtstrend im Markt der Anzeigenblätter: Im Februar teilte die Verlags-Geschäftsführung  “WochenSpiegel Sachsen”(erscheint im Großraum Chemnitz) mit, dass die Zeitung ihren Wochenendtitel einstellt und künftig nur noch am Mittwoch erscheint. Im gleichen Zeitraum erklärte der Wochenblatt Verlag Dresden, den „Sächsischen Boten“ künftig nur noch am Wochenende, dagegen nicht mehr am Mittwoch herauszugeben. Damit setzt sich ein Trend bei den Anzeigenblättern fort. 2013 stellten bereits der „Leipziger Wochenkurier“ und „Hallo Leipzig“  ihr Erscheinen ein.

Iris Berben kaKästner-Preis an Iris Berben

Der Presseclub Dresden hat den Erich Kästner-Preis in diesem Jahr an die Schauspielerin Iris Berben vergeben. Mit Iris Berben ehrt der Presseclub nach eigenen Angaben eine Künstlerin, die sich seit Jahrzehnten mit viel Leidenschaft gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Ausgrenzung engagiert. „Iris Berben nutzt ihre Popularität und bezieht so oft es geht ganz klar Position für Andersdenkende und Ausgegrenzte, was ihr auch Anfeindungen und Schmähbriefe einbringt“, sagte die Vorsitzende des Presseclubs Dresden Bettina Klemm in einer Mitteilung.

Petra Strutz zur SPD

Die Vorsitzende der Landespressekonferenz Petra Strutz ist als Sprecherin in die SPD-Landtagsfraktion gewechselt. Die 56-jährige arbeitete 22 Jahre lang für dpa. Die Leitung des Landesdienstes gab sie im September an Martin Fischer ab.

detektorZweites Studio bei detektor.fm

Das Onlineradio detektor.fm hat ein zweites Aufnahmestudio in Betrieb genommen. Über 400 Unterstützer haben bei einer Crowdfunding-Kampagne geholfen, den Neubau zu finanzieren. detektor.fm ist ein privatfinanziertes Internetradio und wurde u.a. mit dem Deutschen Radiopreis 2012 ausgezeichnet und ist mehrfach für den Grimme Online Award nominiert worden.

Axel-Eggebrecht-Preis 2014“ für Paul Kohl

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergibt den mit 10.000 Euro dotierten „Axel-Eggebrecht-Preis 2014“ an den Feature-Autor Paul Kohl. „Die Radio-Arbeit Paul Kohls zeichnet sich vor allem durch erzählerisches Talent und thematische Weite aus“, heißt es in der Begründung der Jury. Kohl beschäftigt sich in seinen Arbeiten für den Hörfunk mit historischen Themen, Themen der jüngsten Zeitgeschichte, aber auch mit Ökologie und allgemeinen Kulturphänomenen. Der Axel-Eggebrecht-Preis wird in Erinnerung an den Leipziger Radiopionier für ein außergewöhnliches Werk im Bereich des deutschsprachigen Radiofeatures vergeben.

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